25. Mai 2019

Das Kapital hat beschlossen: „Es werde Europa!“ und wir “dürfen“ dafür sein!

Man meint es wäre mal wieder Fußball-WM, wenn man durch die Straßen deutscher Städte läuft. Mit dem Unterschied, dass der Identifikationspunkt diesmal nicht die Bundeself ist, sondern das Europaparlament. Die Werbetafeln, die einem sonst schmackhafte Bratwürstchen, oder pralle weibliche Brüste schwarz-rot-gold behangen, präsentieren, tragen nun, von denselben Konzernen beklebt, ernsthafte Slogans und versetzen uns in präapokalyptische Stimmung: „Triff deine Wahl, solange du noch kannst!“, „Kreuz ohne Haken! Am 26.05. zur Europawahl!“.

Die schwarz-rot-goldenen Fischer- und Cowboyhut tragenden Fanmeilengänger werden diesmal ersetzt von Bionadetrinkern in oversize EU-Hoodie: Meistens sind es übrigens genau diese Bionade-, oder wahlweise Soja Frappucino-, Trinker, welche die kollektive Identifikation der ersteren Fraktion auf der Fanmeile „schwierig“ bis „nationalistisch“ und mit Sicherheit „nicht harmlos“ finden.

Wir sehen: Diesmal praktizieren die Guten ihren Identitätsmythos. Nicht die Ewiggestrigen. Diesmal geht es um viel Gutes und gegen viel Schlechtes: Es geht darum den Frieden, die Freiheit, die Demokratie zu retten! Und ein Zeichen zu setzen für Klimaschutz und gegen Nationalismus und generell auch für die Menschenwürde und sowas. Toleranz und Nächstenliebe. Und natürlich gegen Hass!!!!

Also wen das noch nicht überzeugt hat, sich am Sonntag Richtung Wahlurne zu bewegen, für den hat die BRD noch den ein oder anderen Einpeitscher in Petto:

Bist du besorgt, dass der Klimawandel bereits die Apokalypse einleitet? Klimagreta hat DAS ultimative Machtmittel schlechthin für dich bereit! Geh zur Wahl!

Ist es eher das Abendland, was dich nachts nicht schlafen lässt? Die Furcht vor marodierenden, zähnefletschenden Ausländern, die als Teil der „Gucci Bande“ deinen Opa einfach aus Spaß und blanker Niedertracht abstechen? Oder willst du einfach deinen Diesel behalten? Kein Problem: Die Bildzeitung hat dir nicht nur neue Ängste zu bieten, sondern auch gleich die Lösung: Sei diesmal ein waschechter Rebell und mach dein Kreuz!

Und auch der neue Österreich Skandal um den Ex Koksnasen-Vizekanzler Hans Christian Strache, spielt wieder beiden Fraktionen Wahlbeteiligung ein. Du kannst nun, je nach Vorliebe, dem Putschisten Böhmermann mit deinem Kreuz eins auswischen und deinen geliebtem Ex Vizekanzler die Treue halten, oder aber durch diese enthüllten Pläne eines Angriffs auf das heilige Gut der Pressefreiheit den mutigen Schritt couragiertesten Antifaschismus begehen: Richtung Wahlurne.

Wie schön! Es wird wieder gewählt! Und für jeden ist etwas dabei! Dabei steht doch eigentlich bei dieser Wahl wieder, wie immer übrigens, das Ergebnis bereits vorher fest:

Denn was da gewählt wird, das ist die Europäische Union. Und für die, das vermittelt uns dieser ganze dämliche Zirkus, hat man zu sein, als anständiger Staatsbürger. Einem fällt bei genauerer Betrachtung auf, wir werden nicht an die Wahlurne bestellt, um eine Entscheidung zu fällen. Unser sogenanntes demokratisches Mitbestimmungsrecht ist ein Witz. Eine Farce. Wir haben Europa zu wählen. Wir sollen ein Kreuz machen um in der Wahlstatistik zum Ausdruck zu bringen, dass das deutsche Wahlvolk, ein artiges und europabegeistertes Wahlvolk ist.

7. Mai 2019

Aktionsbericht zum 1. Mai 2019 in Berlin

Der diesjährige Kampftag der Arbeiterklasse in der Hauptstadt zeigte auf verschiedenen Aktionen und Mobilisierungen trotz bescheidenen Wetters und seiner Lage mitten in der Arbeitswoche seine ungebrochene Lebendigkeit. Unser Fokus lag dabei natürlich auf der roten 1. Mai-Demonstration in Neukölln, die in diesem Jahr diszipliniert und lautstark mit knapp über 200 Teilnehmern durch das Viertel zog.

Vorfeld & Mobilisierung

Im Vorfeld wurde konzentriert antiimperialistische und revolutionäre Propaganda in den Neuköllner Kiezen, aber auch anderen Stadtteilen Berlins wie dem Wedding, betrieben. Hunderte Plakate die zur roten 13-Uhr-Demonstrationen mobilisierten hingen in verschiedensten Geschäften der Sonnenallee aber auch anderen Neuköllner Straßen aus. Tapeten, Transparente, Graffiti und Plakate ergänzten das ganze.

In Briefkastensteck- und Verteilaktionen wurden außerdem insgesamt 10.000 Flugblätter an die Neuköllner Einwohnerschaft gebracht.

26. April 2019

Berlin: Massenflugblatt zum roten 1.Mai 2019

"Wir sind der Widerstand. Wir sind aktiv und wehren uns. Wir kämpfen für das Richtige! Dafür, unseren Kindern mal eine Welt zu übergeben, für die es sich zu kämpfen lohnt. In der die Menschen sich als Geschwister begegnen, in der es keine Blutsauger und Parasiten mehr auf dem Rücken anderer gibt. In der es keine Kriege und keinen Hass mehr zwischen Völkern und Nationen gibt und in der jeder nach seinen Fähigkeiten arbeitet und gefördert wird und nach seinen Bedürfnissen entlohnt."

BESTANDSAUFNAHME

Die Welt in der wir leben, teilt sich auf in Oben und Unten. Man muss kein Politikwissenschaftler sein, um das zu verstehen. Es genügt, einfach die Augen auf zu machen und sich umzusehen:

Ein paar Wenige halten den Reichtum der Leute, die jeden Tag früh aufstehen und bis abends Schuften in ihren gierigen Händen und leben wie die Geissens.
Diejenigen, die nicht von Geburt an, dieses Superlos gezogen haben, schlagen sich zum Größten Teil mit harter Arbeit durch. Meistens verschuldet man sich trotz Vollzeitjob, wenn die Familiengründung ansteht. Meistens winken Überstunden, ganz egal was in deinem Arbeitsvertrag steht. Meistens ist „Arbeitsschutz“ nur eine hohle Phrase und Übernahme nach der Ausbildung ein leeres Versprechen. Für Viele findet sich eine Stelle bloß über eine Zeitarbeitsfirma. Wenn du Ausländer bist, übernehmen sie dich noch seltener und verleihen dich von Unternehmen zu Unternehmen, bis du aufgibst.

Doch die Mieten und Rechnungen müssen bezahlt werden. Als Alternative zum Hamsterrad bleibt dir die schiefe Bahn: Kriminalität, verbunden mit dem Risiko in den Knast zu gehen. Verbunden mit der Garantie nicht mehr in den Spiegel schauen zu können, oder abzustumpfen und deine Menschlichkeit zu verlieren.

24. April 2019

Magdeburg: Stellungnahme der RAJ zu "ihren" vermeintlichen Graffiti

Stellungnahme zu Graffiti an Magdeburger Wänden, 24.04.2019

In letzter Zeit tauchen im Magdeburger Stadtbild, vor allem in Stadtfeld Ost, immer mehr Graffti auf, die uns zugerechnet werden, da diese zum Teil mit JW oder RAJ unterschrieben werden. Auch einzelne Taggs mit "JW" oder "RAJ" tauchen häufiger auf. Prinzipiell sind wir die letzten, die etwas gegen Grafftiti oder gegen das Malen unserer Kürzel und Namen haben, jedoch geschieht hier etwas anderes.

Fast alle in letzter Zeit aufgetauchten "Parolen" oder Kürzel sind von keinem unserer Mitglieder oder von jemandem aus unserem Umfeld gemalt worden. Vor allem Dinge wie "Bomben auf Tel Aviv" und ähnliches stammen nicht von uns, da wir eben nicht eine Stadt zerstören und damit ein Volk terrorisieren wollen. Unser Hass auf Israel bezieht sich explizit auf den Staat, auf die Politik und seine Vertreter, jedoch nicht auf die allgemeine israelische Bevölkerung.

22. April 2019

Hamburg: Thälmann-Geburtstag und Antifaschistische Demonstration


In den vergangenen Tagen führten wir zwei Aktionen durch, über welche wir hier Berichten wollen.

Am Dienstag besuchte ein Teil von uns anlässlich seines Geburtstages die Gedenkstätte Ernst Thälmann. Wir stehen in der Tradition der Kommunistischen Partei Deutschlands und des Roten Frontkämpferbundes. Als langjähriger Vorsitzender der KPD war Ernst Thälmann die Führungsperson der damals stärksten Arbeiterbewegung außerhalb der Sowjetunion. In Gefangenschaft blieb er der Folter zum trotz standhaft und der Arbeiterklasse und dem Volke Deutschlands und seiner Partei Treu. Nachdem es ihnen in über elf Jahren nicht gelang ihn zu brechen, wurde er am 18. August 1944 von den Faschisten ermordet.

Des weiteren beteiligten Genossen von uns sich am Sonntag an den Aktivitäten gegen eine rechte Kundgebung am Dammtor. Hierzu nahmen wir u.a. mit der Hammer und Sichel- Fahne der Roten Jugend Deutschlands am Jugendblock der Gegendemonstration teil.

21. April 2019

Neukölln in Solidarität mit den palästinensischen Gefangenen

Neukölln in Solidarität mit den palästinensischen Gefangenen und ihrem Kampf

Am vergangenen Freitag nahmen wir an einer Kundgebung, veranstaltet vom Verband der palästinensischen und arabischen Vereine am Hermannplatz teil.

Kurz nach dem internationalen Tag der palästinensischen Gefangenen wurde so ein deutliches Zeichen gegen die menschenunwürdige Besatzung und die miserablen Haftbedingungen des israelischen Staates gesetzt, mit denen sich tausende Palästinenserinnen und Palästinenser täglich konfrontiert sehen.

16. April 2019

Dresden: Ehrung Ernst Thälmanns anlässlich seines 133. Geburtstages


Ein Teil unserer Gruppe besuchte heute die zentrale Gedenkveranstaltung zu Ernst Thälmanns 133. Geburtstag an der Thälmann - Gedenkstätte am Strehlener Platz in Dresden. Nachfolgend möchten wir hier unseren Redebeitrag dokumentieren:

„Die Zeiten haben sich geändert. Mit der Veränderung und Verschärfung der Lage und der Klassengegensätze haben sich auch das Gesicht und die Politik der Sozialdemokratie wesentlich verändert. Früher Sozialistengesetz gegen die Sozialdemokraten – heute durch sie und mit ihrer aktiven Hilfe Kommunistengesetz gegen die Kommunisten und revolutionären Arbeiter. Früher waren die Sozialdemokraten Verfolgte – heute sind sie die Verfolger des Kommunismus. Die Sozialdemokraten waren früher die Polizeiopfer – heute stellen sie Polizeipräsidenten für den Kapitalismus und sind Verfolger der revolutionären Arbeiterschaft in Deutschland.“

Ernst Thälmann – aus der „Hamburger Volkszeitung“ vom 13./14. August 1930

11. April 2019

Magdeburg: Bericht zu den antifaschistischen Aktivitäten

05.04.2019 - Antifaschistische Vorabenddemo

Mehrere Gruppen und Einzelpersonen gingen gemeinsam auf die Straße, um zu zeigen, dass wir die Straßen nicht den Faschisten überlassen, dass dies nicht ihre Stadt ist und es Widerstand gibt. Eine kämpferische Demonstration, welche die Einheit der Magdeburger "Antifa Szene" im Kampf gegen Faschisten und sämtliche Reaktionäre gezeigt hat, auf der klassenbewusste Parolen wie "Nazis jagen ist nicht schwer, Hammer, Sichel und Gewehr" oder auch "die Straße frei der roten Jugend" immer wieder zu hören waren.
Die Demo verlief größtenteils ruhig bis auf zwei kleine Momente. Zum einen als Faschisten zu sehen waren, welche voll vermummt von den Bullen geschützt wurden und auf dem Weg nach Stadtfeld, wo die Bullen mal wieder nicht auf ihr Koks klar kamen und Demonstranten angingen, provozierten und schubsten.

9. April 2019

1. Mai – Unser Tag – Auf die Straße gegen Ausbeutung und Unterdrückung!

Auch wenn uns die sozialdemokratischen Parteien in diesem Land etwas anderes weismachen wollen: Der 1. Mai ist nicht der Tag des falschen Klassenfriedens, an dem wir uns von den Verrätern von SPD bis Linkspartei etwas von sozialer Gerechtigkeit erzählen und uns von hohlen Phrasen einlullen lassen.

Es ist nicht der Tag, an dem wir uns von Gewerkschaftsbonzen auf Sozialpartnerschaft einschwören lassen, im Gegenteil:

EINE BLUTROTE TRADITION

Der 1. Mai entstand in den USA, als zehntausende Arbeiter 1886 in Chicago gemeinsam gegen ihre unmenschliche Ausbeutung auf die Straße gingen. Die Polizei griff in den darauffolgenden Tagen immer wieder Streikposten an und verübte ein regelrechtes Massaker an ihnen. Die Arbeiter ließen sich davon nicht einschüchtern und protestierten weiter auf dem Heuplatz, dem Haymarket. Einige von ihnen mussten diesen Mut mit ihrem Leben bezahlen.

43 Jahre später: Deutschland am Vorabend der Machtübergabe an die Faschisten. Der Sozialdemokrat und Polizeipräsident Zörgiebel belegt die KPD und die gesamte preußische und Berliner Arbeiterschaft mit einem Demonstrationsverbot. Es ist die sozialdemokratische Reaktion auf antifaschistische Kämpfe, nachdem sie Hitler erlaubte wieder öffentlich aufzutreten und zu reden. Und auch darauf, dass die Berliner 1.-Mai-Demonstrationen im Vorjahr so klar von den Kommunisten dominiert wurden, während SPD und gelbe Gewerkschaften ein schlechtes Bild ablieferten.

8. April 2019

90 Jahre Blutmai - Unvergessen!

"Deutschland am Vorabend der Machtübergabe an die Faschisten. Der Sozialdemokrat und Polizeipräsident Zörgiebel belegt die KPD und die gesamte preußische und Berliner Arbeiterschaft mit einem Demonstrationsverbot. Es ist die sozialdemokratische Reaktion auf antifaschistische Kämpfe, nachdem sie Hitler erlaubte wieder öffentlich aufzutreten und zu reden. Und auch darauf, dass die Berliner 1.-Mai-Demonstrationen im Vorjahr so klar von den Kommunisten dominiert wurden, während SPD und gelbe Gewerkschaften ein schlechtes Bild ablieferten.

Als die KPD und ihre Maikomitees sich widersetzten und von ihrem Recht sich die Straße zu nehmen Gebrauch machten, ließ Zörgiebel die Polizei in die Menge feuern. Bei dem großangelegten polizeilichen Massaker nach den zahlreichen Demonstrationszügen in der Stadt, kommen in den Arbeitervierteln Neukölln und Wedding mindestens 33 Arbeiterinnen und Arbeiter im Kugelhagel der Reaktion ums Leben, die jüngste ein 16-jähriges Mädchen. Es fallen – laut amtlichen Angaben – 11.000 Schüsse aus Polizeiwaffen. Anwohner werden an ihren Fenstern erschossen, weil sie rote Fahnen gehisst haben, es gibt regelrechte Hinrichtungen auf der Straße. Es herrscht Ausnahmezustand in unseren Vierteln. Panzerwagen mit Maschinengewehren patrouillieren, Licht anmachen ist in den Folgetagen in den Arbeiterwohnungen verboten, ebenso wie das Betreten der Straße nach Anbruch der Dunkelheit. Tausende werden bei dem hemmungslosen Polizeiterror gegen arme unbewaffnete Männer, Frauen und Kinder verletzt. Kein Polizist wird dafür je vor Gericht gestellt, geschweige denn verurteilt. Das ist ihre Weimarer Republik.

Die SPD entpuppt sich ein weiteres mal eindrücklich als Partei des Arbeitermords. Mit ihrer Bürgerkriegsübung im Auftrag der herrschenden Bourgeoisie versucht sie der revolutionären Arbeiterbewegung Angst einzujagen und bietet einen Vorgeschmack des Faschismus. In den darauf folgenden Tagen werden die kommunistische Zeitung „Rote Fahne“ und der Rotfrontkämpferbund verboten, was dem Faschismus direkt den Weg ebnet.

Es ist der Blutmai 1929. Vor genau 90 Jahren. Das passierte hier auf unseren Straßen und Plätzen. Im Rollbergviertel, auf dem Hermannplatz, in der Kösliner Straße. Das Blut der Weddinger und Neuköllner Arbeiter von damals wurde auf diesen Straßen vergossen und gibt uns Verantwortung. Nie dürfen diese Verbrechen gegen unsere Klasse und das Volk vergessen oder vergeben werden."

6. April 2019

Hamburg: Freiheit für Musa Aşoğlu, Erdal Gökoğlu und alle revolutionären Gefangenen

Magdeburg: Kurzbericht über antideutsche Provokation

Wir spiegeln hier einen sehr erhellenden Indymedia-Artikel von antiimperialistischen und revolutionären Antifaschisten aus dem nördlichen Sachsen-Anhalt zu einer staatlich flankierten Provokation antideutscher Hallenser in Magdeburg:


Polizei – Weder Freund noch Helfer? Nicht für die reaktionären aus Halle! Kurzbericht aus Magdeburg

+++ Rund 40 Reaktionäre aus Halle führen in Magdeburg eine „Veranstaltung“ durch +++ Massives Polizeiaufgebot sichert deren An- und Abreise +++ Bullen belagern Stadtfeld-Ost +++ Hallenser geben Kooperation mit Bullen zu +++


Am Dienstag, den 09. April 2019 fuhren etwa 40 Personen der Gruppen „AG No Tears for Krauts“, dem Offenen Antifaplenum Halle und der Linksjugend Solid Halle sowie deren Umfeld nach Magdeburg um eine „Veranstaltung“ durchzuführen. Diese Aktion bewerten wir als gezielte Provokation. Die organisierenden Gruppen haben sich durch ihre Inhalte und Praxis von jedem Anspruch an linke Politik entfernt. Darauf wird in diesem Hintergrundartikel [1] verwiesen und das zeigten auch die Ereignisse in Magdeburg. Bereits gegen 17 Uhr waren mehrere Bullenwannen und mindestens ein Zivifahrzeug im linksalternativen Viertel Stadtfeld-Ost unterwegs. Wie sich später herausstellte, wurden die Bullen von den Hallensern bereits im Vorfeld informiert! Gegen 18:30 Uhr wurde deutlich, was die organisierenden Gruppen dieser „Veranstaltung“ in ihrer Mitteilung vom 08. April 2019 mit ihrer Vorbereitung „auf eventuelle Störungen“ meinten: In jeder Seitenstraße zur Rosa-Luxemburg-Stiftung (Veranstaltungsort) positionierte sich eine Bullenwanne. Die High Society der reaktionären Hallenser Szene kam zum Veranstaltungsort mit der Straßenbahn aus Richtung Olvenstedt mit Polizeibegleitung. Dort trafen sie auf eine kleinere Gruppe von rund 25 AntifaschistInnen aus der Stadt und der Umgebung. Dabei machten die Hallenser sofort deutlich - obwohl diese u.a. mit Handschuhen, massiven Schirmen als Schlagwerkzeug und zum Teil vermummt aufliefen - dass jegliche Auseinandersetzung für die AntifaschistInnen "in der Gesa" enden wird, da man in direkter Verbindung zu den Bullen steht.

5. April 2019

Dresden: Gegen den Bullen- und Überwachungsstaat

Am heutigen Nachmittag wird über den Beschluss zum neuen Polizeigesetz im sächsischen Landtag debattiert und abgestimmt. Eine zentrale Rolle spielt dabei die SPD – Fraktion, die sich, wenn sie nicht wider erwartend gegen den Gesetzesentwurf stimmt, mal wieder als Verräter der Arbeiterklasse und aller Unterdrückten fungiert. „Für mehr Sicherheit“ und „(...) mehr Befugnisse der Polizei“ wird aufgerufen, um wie es die CDU formulierte: „[Die] Heimat vor AfD und Kommunisten zu schützen.“

Hier wird deutlich, dass unter dem Deckmantel „Demokratie“ versucht wird jegliche linke Opposition (ob revolutionär oder reformistisch) niederzuschlagen und sich dem Faschisten anzubiedern, denn dass man sich der AfD annähert haben die letzten Monate gezeigt und wird sich auch nach der Landtagswahl im Herbst zeigen.

Für uns bedeutet das neue Polizeigesetz, dass es wichtig ist, sich in Zukunft noch widerständiger zu zeigen.

Setzt euch mit dem Inhalt des Gesetzes auseinander, nehmt weitere Aktionen in Augenschein und organisiert euch mit uns gemeinsam!

Kämpft an Tagen wie dem 1.Mai für eure Interessen und gegen die Herrschaft der Bourgeoisie und ihren Schergen die sie schützen!

„Die BRD ist nicht unser Staat – Alle Macht dem Proletariat!“

30. März 2019

Flensburg: Erfolgreiche Palästina-Demonstration

Erfolgreiche Palästina Demonstration!

Am heutigen Samstag, dem 30.03.2019, fand endlich wieder eine palästinensische Demonstration in Flensburg statt!

Mit dem Verlauf der Demonstration sind wir mehr als zufrieden.
Während wir etwa auf der ersten Hälfte der Demo einen roten Block aufbauten und lautstark mit unseren Freunden und Genossen des palästinensischen Volkes unsere Parolen auf die Straße trugen, lösten wir diesen danach auf und schlossen uns symbolisch mit den Palästinensern zusammen.

28. März 2019

jW trifft JW - Interview und Reportage in der linken Tageszeitung »junge Welt«

Rappende Revolutionäre
Besteht der »Jugendwiderstand« aus antisemitischen Schlägern, wie Medien und politische Gegner behaupten? Unterwegs mit öffentlichkeitsscheuen Aktivisten der maoistischen Truppe“

Unter diesem Titel ist in der junge Welt ein Interview und Bericht zum Jugendwiderstand von und mit Oliver Rast erschienen.

Wie das mit Presse und Journalisten so ist, sind wir längst nicht mit allem Gesagten bzw. Geschriebenem, Formulierungen und Fokus einverstanden - aber im großen und ganzen ergibt sich hier doch ein wesentlich realistischeres und objektiveres Bild, als von den hysterischen Hetzern, Lügnern und Denunzianten der bürgerlichen Presse so gezeichnet wird.

Wir behalten uns vor eventuell in den nächsten Tagen ein paar Sachen richtig zu stellen bzw zu ergänzen.

Ansonsten wünschen wir viel Spaß und Erkenntnisgewinn mit der Lektüre!

27. März 2019

Selbstkritik eines Genossen und Kommentare zum Thema Transsexualität

Mittels einiger Screenshots von vermeintlichen JW-Sympathisanten versuchen verschiedene politische Gegner massiv Stimmung und Hetze gegen den Jugendwiderstand zu verbreiten und immer wieder werden solche emotionalen, spontanen - und eben manchmal auch einfach falschen - Statements von Einzelpersonen dann als organisatorische Position des Jugendwiderstand dargestellt. Ein Genosse der einige sehr viral gehende Posts zum Thema “Transsexualität“ getätigt hat, veröffentlichte nun eine offene Selbstkritk sowie eine weiterführende persönliche Stellungnahme zu dem Thema. Wir dokumentieren diese hier, ebenso wie die Stellungnahme einer weiteren Genossin zu diesem Thema:


Hallo Freunde!

Facebook ist ja sowieso so ein umstrittenes Medium für politische Diskussionen. Nichtsdestotrotz lasse ich mich selbst immer wieder hinreißen und diskutiere in Kommentarspalten mit jedem x beliebigen Idioten andauernd jede x beliebige Scheiße. Die dabei entstehenden Diskussionsstränge sind allerdings nicht nur für meine persönliche Politblase zu lesen, sondern oft für jeden möglichen Menschen und auch oft für den politischen Gegner.

Dieser Screenshot hier ist zwar schon etwas älter, hat allerdings ordentlich die Runde gemacht und ist ein ziemlich wirkungsvolles Werkzeug in den Händen unserer Feinde geworden, wenn es darum geht uns unsere Menschenverachtung zu attestieren.

26. März 2019

JAB Münster: 32.000.000.000,00 €

Während die Behörden der herrschenden Klasse 60 Millionen Euro ausgaben, um 18 Millionen Euro von den 150.000 ärmsten der Armen auszupressen und das nur um diese Menschen zu schikanieren und zu drangsalieren, droht der dreisteste und größte Steuerbetrugsfall der Geschichte Deutschlands zu verjähren, weil die Behörden der Bonzen lediglich 15(!) ermittler stellen. 15 Ermittler, die das größte Betrugsverbrechen behandeln sollen, dass es in Deutschland je gab.

Der sogenannte Cum-Ex-Skandal, bei dem die ohnehin durch die Ausbeutung von uns reichgewordenen Bonzen noch mal 32 Milliarden Euro (ausgeschrieben 32 000 000 000 Euro), von uns stahlen. Das ist das 1770 fache von den oben genannten 18 Millionnen Euro, für die man 60 Millionen ausgab.