11. Dezember 2017

Al-Quds bleibt Falastin - Berlin steht fest an der Seite Palästinas!

Am vergangenen Wochenende solidarisierten sich in Berlin bei verschiedenen Aktionen und Veranstaltungen tausende Jugendliche, Arbeiter und Migranten mit dem nationalen Freiheitskampf des palästinensischen Volks. Auslöser war die Direktive des aktuellen Oberhaupts des US-Imperialismus – Trump – Al-Quds/Jerusalem zukünftig auch offiziell als Hauptstadt des zionistischen Kolonialstaats zu betrachten.

Am Freitag Abend wurde ein starker Protest vor der Ami-Botschaft am Brandenburger Tor durchgeführt, an dem sich bereits weit über tausend Menschen aus allen Fraktionen der palästinensischen Community, anderen arabischen Völkern und muslimischen Ländern sowie Internationalisten beteiligten. Die BRD-Polizei schützte die US-Botschaft mit 450 Bullen, Wasserwerfern und Hunden vor der kämpferischen Jugend, nahm mehrere Männer und Frauen fest. Danach gab es noch eine Spontandemonstration mehrerer hundert Menschen auf der Neuköllner Sonnenallee.

Am Samstag feierten dann bei einer Saalveranstaltung in Südberlin mehrere hundert Sympathisanten der PFLP (Volksfront für die Befreiung Palästinas) den 50. Jahrestag der Gründung ihrer revolutionären, antiimperialistischen Kampforganisation. Hier gab es neben vielen klaren Reden auch kulturelle Beiträge, Gesang, Musik, Parolen und Tänze.

Am Sonntag zeigte dann mit nur zwei Tagen Mobilisierungszeit, Neukölln was in ihm steckt. Aufgerufen von linken und demokratischen palästinensischen Verbänden zogen bis zu 3000 Menschen vom Rathaus durch Neukölln Richtung Norden. In der lautstarken und dynamischen Demonstration, die unterwegs massive Unterstützung aus den Fenstern und von den Gehwegen erfuhr, wurden viele korrekte Parolen gerufen und einige kämpferische Akzente gesetzt. Da sie mit dem kollektiven Widerstand der teilnehmenden Massen rechneten, trauten sich die Berliner Bullen während der Demonstration nicht Festnahmen durchzuführen. Erst am Ende und im Anschluss schikanierten sie die Teilnehmer wegen Lappalien, kriminalisierten antizionistischen Parolen und nahmen wieder einige Jugendliche fest.

Wir als Jugendwiderstand beteiligten uns an allen diesen Aktionen. Eine besondere Ehre ist es, dass wir auf der Veranstaltung zum 50. Jahrestag der PFLP-Gründung eine Rede halten durften. Wir stehen als proletarische Internationalisten fest an der Seite des palästinensischen Volks in seinem gerechten Kampf gegen Zionismus und Imperialismus und stehen auch fest an der Seite unserer palästinensischen und arabischen Brüder und Schwestern im Kiez, in der Stadt und in ganz Deutschland. Ihr Kampf ist unserer – sie sind verbunden, und wenn wir uns nicht spalten lassen sondern zusammen kämpfen, können wir bedeutende Schritte in allen Feldern des Widerstands machen.

Nun setzt in der lokalen und internationalen Presse, von Zionisten aller Couleur, CDU, SPD, liberalen Antifas und Bürgermeister Müller, das große Geheule wegen ein paar brennenden Scheißfahnen ein, während niemand von diesen verlogenen Hunden sich über die von israelischen „Sicherheitskräften“ in den letzten Tagen getöteten Demonstranten echauffiert. Brennende Lappen versus Menschenleben – die Prioritäten der Liberalen sind klar gesetzt. Das ist nichts anderes als eine zynische, imperialistisch-chauvinistische Zuspitzung der „Steine fliegen und ihr schreit, Menschen sterben und ihr schweigt“-Weisheit der Autonomen.

Dazu gibt es nicht viel zu sagen. Sie packen auf die Fahne ihres auf Krieg, Vertreibung und Unterdrückung basierenden zionistischen Kolonialstaates ein jüdisches Symbol und wundern sich dann scheinheilig das es brennt. Es wird weiter brennen.

Revolutionäre dürfen keine Angst haben sich die Hände schmutzig zu machen. Wir müssen da hingehen wo die Massen kämpfen, auch wenn es grob wird und natürlich zuhauf Widersprüche da sind.

Das Abwarten, Schweigen und Wegducken, die Distanzierung, Überbetonung von Nebenwidersprüchen und Uneindeutigkeit vieler Linker in dieser Frage sind nichts anderes als dreckiger Opportunismus und Verrat am internationalistischen Kampf.

Es lebe der antizionistische und antiimperialistische Widerstand!
Freiheit für Palästina!